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FREISTIL – KW 37

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Kommentar zur vergangenen Woche KW37

Präsidentin der Europäischen Kommission im gelb/blauen Kampfkostüm
Zu viel Inszenierung. Ich glaube EU-Präsidentin von der Leyen nicht. Weder liegt ihr das Wohl der europäischen Menschen am Herzen noch deren Wohlstand. Sie lässt 500 Millionen Europäer ohne sich durch das Haar zu fahren über die Klinge springen. Vernichtet durch kriegstreibende EU-Politik Unternehmen und private Existenzen. Europas Diplomatie hat in diesen Tagen versagt. Es stellt sich mittlerweile die Frage, welche Interessen verfolgt die EU? Der galoppierenden Inflation, die sich bereits VOR Ausbruch des Ukraine Konflikts durch lockere Geldpolitik und Billionen-Geschenke abzeichnete, kommt der Krieg gelegen. Er ist eine willkommene Gelegenheit von der Malaise im eigenen Haus abzulenken. Milliarden und Abermilliarden wechseln aktuell die Besitzer. Rüstung und Kanäle in der Ukraine sind die Empfänger. 19(!) Milliarden Euro bisher – davon läppische 100 Millionen für den Wiederaufbau von Schulen. Sogar die Chinesen profitieren dank ihres Gespürs für gute Geschäfte. Zuvor billig in Russland eingekauftes Gas wird mit entsprechendem Aufschlag an die EU weiterverkauft. Wie Geld haben auch Gas und andere Rohstoffe kein Mascherl. Für diesen Flächenbrand Europas ist eine EU-Politik verantwortlich, die auf KRIEG und NICHT auf FRIEDEN setzt. Um diesen Brand zu löschen, werden »zehn leichte Löschflugzeuge und drei zusätzliche Hubschrauber« nicht reichen. Von der Leyen – was verkaufen Sie uns da eigentlich?

Auszüge aus der Rede
„… während auf europäischem Boden Krieg herrscht.“
[Durch stetig anwachsende Waffenlieferungen hat die europäische Politik den Krieg zu IHREM Krieg gemacht. Diese Vorgehensweise trägt NICHT das Mandat der europäischen Bevölkerung. Europas Friedenslicht ist durch die jüngsten EU-Maßnahmen verloschen.]

„… eine Nation der Helden.“
[Wir brauchen keine Helden. Wir brauchen Pazifisten und Friedensvermittler.]

„… mehr Flexibilität beim Schuldenabbau.“
[Erzählen Sie das mal Ihrer Hausbank.]

„… Zukunft der Wettbewerbsfähigkeit.“
[Wer braucht Wettbewerb? Gemeinsame Anstrengung zum Wohle aller ist gefragt.]

„… Bedarf an Seltenen Erden wird sich bis 2030 verfünffachen.“
[Na bravo, damit wissen wir, wohin die Reise geht. Naturschutz ade. Vor Jahrzehnten wurde Glas durch Plastik ersetzt, heute ersetzen LED-Wegwerfprodukte die Glühbirne. Geplante Obsoleszenz gratis oben drauf! Und Elektroauto statt Benziner? Der Lacher …

„Zukunft der Industrie ist in Europa.“
[Sicher gut für`s Klima …]

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Time to say – so nicht!
Fast möchte man meinen, der Tod von Queen Elisabeth II sei ein Glücksfall. Für die heimischen Gazetten, für alle Fernseh- und Rundfunksender, für den Adel, für die ganze Welt, mit Ausnahme eines Großteils der Bevölkerung, die andere Sorgen hat – das sollen gar nicht so wenige sein. Aber Spaß beiseite – wie finden Sie diese Berichterstattung? Charles kann nicht schreiben, sich nicht die Knöpfe des Jacketts zubinden und die Queen im Zeitraffer ihres Alterungsprozesses. Ganze Journale und Millionen Seiten widmet die Medienwelt dem Tod einer Frau und den Konsequenzen für ein Nicht-EU Land. Boris Johnson, Sie erinnern sich. Gibt’s den noch? Mich interessiert mehr das Leben meiner Nachbarin, sie ist 90-jährig und ich habe sie schon längere Zeit nicht gesehen … mal anklopfen.

***

Beunruhigende Trends in den Gazetten
Wenn ein erklärter Burschenschafter [Stichwort Negerkonglomerat; Umvolkung] von Friedensarbeit schreibt [Andreas Mölzer, in der Kleinen Zeitung], gleichzeitig auf der Vorderseite das Ukraine-Tagebuch einer ukrainischen Fotografin abgedruckt wird, hat man in diesen Tagen das Gefühl, dass in der Medienberichterstattung – um es vorsichtig zu formulieren – Schieflage herrscht. Erinnern Sie sich an den Impfdiskurs? Die Schieflage geht weiter, wenn zum Beispiel die von der Gewerkschaft angedrohten Streiks von der Kronen Zeitung dadurch diffamiert werden, dass man die Kosten der Streiks als Geschichte rauspickt – oder indem Chefredakteur Patterer in der Kleinen Zeitung von „Widerstand gegen die Wirklichkeit“ polemisiert. Streiks können wir jetzt wirklich keine brauchen. In Zeiten 10%iger Inflation, vervierfachter Energiepreise schlackern maximal ein paar (1000) Unternehmen in Österreich – und 90% der Bevölkerung, der Rest ist (noch) gelassen. Straßenschlachten à la Frankreich kann jetzt wirklich keiner brauchen. Auch wenn im ORF immer öfter die Generäle, gemeint sind nicht die Intendanten, sondern die Bundesheerexperten ein- und ausgehen, um darüber zu berichten, wie wahrscheinlich ein atomarer Schlag des mittlerweile erheblich geschwächten Bösebubs Putin ist. Das trägt unglaublich zur Entspannung bei. Verschont mich jetzt mit pietätlos! Krieg ist furchtbar und ersatzlos abzulehnen. Keine Frage. Ich vermisse die Friedensbemühungen! Liebe Chefredaktionen aller Zeitungen »Wirklichkeiten sind dazu da, um sie gegebenenfalls zu verändern – im Idealfall zum Positiven.« Sie sollen darüber berichten. Nicht in Daumen Rauf- und Runter-Manier bewerten!

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Mit VEREINten Kräften
Diese Kampagne der Villacher Stadtregierung ist nicht nur geschmacklos, sie ist sittenwidrig. Mit 600.000 Euro Bundesbudget dotiert werden heimische Vereine angehalten, etwaige Werbeflächen zur Verfügung zu stellen, um für die Corona Impfung zu lobbyieren. Wer lässt sich solchen Wahnwitz einfallen? Von welchen Geistesgrößen sind wir umgeben? Die Initiative wird lt. Presseaussendung von SPÖ, ÖVP, Grüne und ERDE mitgetragen. Verstehe. Flankiert werden die Bemühungen durch einseitige Medienauftritte – wie erfolgreich und wie hervorragend diese Maßnahmen funktionieren. Vom Pressesprecher des Bürgermeisters zur Kleinen Zeitung ist es ein kurzer Weg. Scheinbar reicht der redaktionelle Verstand nicht aus, um diese beispiellose Vereinnahmungsaktion ziviler Vereine zu hinterfragen?! Kritische Gegenpositionen – vergebens gesucht. Von einem Blatt, dessen Redakteur noch vor wenigen Monaten von Ungeimpften als „Asozialen“ gesprochen hat, war nichts anderes zu erwarten. Sei`s drum … Von einer WIN-WIN-Situation, wie es in der Pressemitteilung heißt, kann meines Erachtens keine Rede sein. Hier werden, wie bereits bei den zuvor umstrittenen Impflotterien, Meinungen spottbillig gekauft. Um eines klarzustellen: Die individuelle Frage einer Impfung ist keine, die über Lotterien und Inseraten in Kultur- und Sportvereinen auf Lokalebene abzuhandeln ist. Widerlich. Die Impfung war weder Gamechanger noch ist sie einzige Lösung gegen die Pandemie. Sie ist höchst subjektiv und hat in Vereinswerbungen nichts verloren. Wie sehen da etwa die nächsten Kampagnen aus?

„Kauf dir deinen eigenen Baum. [Mit Schildchen] Bald wirst du ihn brauchen!“ Gemeinsam gegen die Bevölkerungsexplosion …

“Benzinpreise runter, Budgets für Waffenlieferungen rauf. Wir wollen zur NATO!“ Eine gemeinsame Initiative für mehr Sicherheit und stabile Energieversorgung in Österreich.

„Schottern statt Stottern. Betonieren und schottern wir Grünflächen. Eine klare Sache.“ Eine Initiative für mehr Lebensqualität und Freizeit unserer Bürger.

 

Über den Autor

Gerald Eschenauer

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Gerald Eschenauer

Schriftsteller. Philosoph. Schauspieler. Kulturvermittler, der zwischen den Welten wandelt.

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